CBD legal – Ist Cannabidiol in Deutschland und Europa legal?

Die rechtliche Lage von CBD-Produkten ist in Deutschland und Europa ein komplexes Thema, das regelmäßig für Verwirrung sorgt. Obwohl Cannabidiol nicht psychoaktiv wirkt und keinen Rausch auslöst, unterliegt es unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen – je nach Produktart, THC-Gehalt und Verwendungszweck. Ob CBD-Öle, Zäpfchen, Kapseln oder Kosmetika – für jede Produktkategorie gelten eigene gesetzliche Vorgaben. Dieser Artikelabschnitt klärt, ob CBD legal ist, unter welchen Voraussetzungen es verkauft werden darf und welche Rolle Begriffe wie Novel Food, Apothekenpflicht und THC-Grenzwerte spielen. Dabei werden auch Unterschiede zwischen Deutschland, Österreich und der EU betrachtet. Zusätzlich wird erklärt, was Verbraucher:innen beim Kauf von CBD-Produkten unbedingt beachten sollten – etwa in Bezug auf Deklaration, Qualitätsnachweis und Anwendungshinweise. Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über den aktuellen Rechtsstatus von CBD zu geben – transparent, verständlich und mit Fokus auf Verbraucher- und Produktsicherheit.
Philip Schmiedhofer, MSc

Autor

Philip Schmiedhofer, MSc

Inhaltsverzeichnis

Ist CBD in Deutschland legal?

Ja – CBD ist in Deutschland legal, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Ist CBD in Österreich legal?

Ein Verkauf ist legal, wenn keine gesundheitsbezogenen Aussagen gemacht werden und der THC-Grenzwert eingehalten wird.

Was ist Novel Food und wie betrifft es CBD?

Die Novel-Food-Verordnung (EU) betrifft Lebensmittel oder Zutaten, die vor dem 15. Mai 1997 in der EU nicht in nennenswertem Umfang konsumiert wurden.

Welche Rolle spielt der THC-Gehalt?

Der THC-Gehalt ist der zentrale Faktor für die rechtliche Einordnung.

Sind CBD-Zäpfchen oder Intimprodukte legal?

Ja – sofern sie als Kosmetika oder Medizinprodukte klassifiziert sind und alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

Darf man CBD in der Apotheke kaufen?

Ja, CBD-Produkte sind auch in Apotheken erhältlich.

Welche Regeln gelten für den Online-Verkauf von CBD?

Der Online-Vertrieb ist legal

Was droht bei Verstößen gegen die CBD-Gesetze?

Verbraucher:innen sind bei nicht deklarierten Produkten rechtlich nicht gefährdet, Händler:innen hingegen schon.

Ist CBD im Straßenverkehr erlaubt?

Ja, CBD ist grundsätzlich kein Problem beim Autofahren, da es nicht psychoaktiv wirkt.

Wird sich die Gesetzeslage in Zukunft ändern?

Zukunftssichere CBD-Produkte setzen daher auf CE-Zertifizierung, Laboranalysen und klare Herkunftsnachweise – wie etwa CANNEFF® SUP.

Ist CBD in Deutschland legal?

Ja – CBD ist in Deutschland legal, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Da CBD nicht psychoaktiv wirkt, unterliegt es nicht dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG), wenn es aus EU-zertifiziertem Nutzhanf gewonnen wurde und weniger als 0,2 % THC enthält. Trotz alledem ist es in Deutschland verschreibungspflichtig wenn es einen medizinischen Nutzen erfüllt - z.B. In Medizin oder Medizinprodukten.

Voraussetzungen für die Legalität:

Kriterium

Voraussetzung

THC-Gehalt

< 0,2 %

Herkunft

Aus EU-zertifiziertem Nutzhanf

Verwendungszweck

Kein Arzneimittel ohne Zulassung

Produktkategorie

Kosmetik, Nahrungsergänzung, Medizinprodukt

Bewerbung

Keine krankheitsbezogenen Heilversprechen

Produkte mit höherem THC-Gehalt oder unklarer Herkunft gelten als nicht verkehrsfähig und können behördlich beanstandet werden.

CBD legal Österreich

Ist CBD in Österreich legal?

Die Lage in Österreich ist ähnlich, aber leicht abweichend:

  • Der THC-Grenzwert bei Nutzhanf liegt bei 0,3 %, was einen etwas größeren Spielraum bietet.
  • CBD in Lebensmitteln ist nicht erlaubt, wenn es isoliert zugesetzt wird (Novel-Food-Thematik).
  • CBD-Öle dürfen nicht als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet werden, wohl aber als Aromaprodukte ohne Einnahmeempfehlung.
  • Kosmetika und technische Öle mit CBD sind grundsätzlich erlaubt.
  • CBD Blüten unterliegen dem Tabakmonopol und sind als pflanzliche Raucherzeugnisse definiert - ein Verkauf ist nur in Trafiken legal möglich.

Ein Verkauf ist legal, wenn keine gesundheitsbezogenen Aussagen gemacht werden und der THC-Grenzwert eingehalten wird. Der Grenzwert in Lebensmitteln liegt wie oft falsch verbreitet (mit 3mg THC / kg für Samen, Mehle oder Hanfproteinpulver und 7,5mg THC / kg Hanföl) ein vielfaches unter dem Grenzwert für Hanfblüten (0,3% THC).

Was ist Novel Food und wie betrifft es CBD?

Die Novel-Food-Verordnung (EU) betrifft Lebensmittel oder Zutaten, die vor dem 15. Mai 1997 in der EU nicht in nennenswertem Umfang konsumiert wurden. CBD zählt dazu – zumindest, wenn es isoliert oder in angereicherter Form einem Produkt zugesetzt wird.

  • CBD-haltige Lebensmittel (Öle, Kapseln etc.) benötigen in der EU eine Zulassung als Novel Food.
  • Ohne diese Zulassung dürfen CBD-Produkte nicht als Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel verkauft werden.
  • Viele Hersteller umgehen dies, indem sie CBD-Öl als Aromaprodukt oder Kosmetik deklarieren.

Kosmetische Produkte mit CBD sind von der Novel-Food-Verordnung nicht betroffen.

Welche Rolle spielt der THC-Gehalt?

Der THC-Gehalt ist der zentrale Faktor für die rechtliche Einordnung:

Land

Max. erlaubter THC-Gehalt

Bemerkung

Deutschland

0,2 %

Gilt für alle verkehrsfähigen Produkte

Österreich

0,3 %

Etwas großzügiger, aber begrenzt

Schweiz

1,0 %

Besonders hohe Toleranzgrenze

Liegt der THC-Wert über diesen Grenzen, gilt das Produkt als nicht verkehrsfähig und möglicherweise sogar als Betäubungsmittel.

Sind CBD-Zäpfchen oder Intimprodukte legal?

Ja – sofern sie als Kosmetika oder Medizinprodukte klassifiziert sind und alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Besonders CBD Vaginalzäpfchen wie CANNEFF® VAG SUP gelten als CE-zertifiziertes Medizinprodukt und sind damit in der EU zugelassen und verkehrsfähig - In Deutschland sind Medizinprodukte, die den Wirkstoff CBD enthalten, rezeptpflichtig.

Wichtig ist:

  • Genaue Deklaration
  • Nachweislich unbedenkliche Inhaltsstoffe
  • Einhaltung der EU-Kosmetikverordnung oder Medizinprodukt-Richtlinie

CBD im Intimbereich ist legal, sofern die Produktform nicht dem Arzneimittelgesetz unterliegt.

Darf man CBD in der Apotheke kaufen?

Ja, CBD-Produkte sind auch in Apotheken erhältlich – insbesondere:

  • Kosmetische CBD-Cremes
  • Medizinprodukte wie Zäpfchen
  • CBD-Öle als Aromaprodukte oder apothekenpflichtige Rezepturen

Arzneimittel auf CBD-Basis wie „Epidiolex“ unterliegen jedoch der Rezeptpflicht und dürfen nur auf ärztliche Verordnung abgegeben werden.

Welche Regeln gelten für den Online-Verkauf von CBD?

Der Online-Vertrieb ist legal, wenn:

  • Die Produkte nicht als Nahrungsergänzung oder Arznei beworben werden
  • THC-Grenzen eingehalten werden
  • Eine gesetzeskonforme Deklaration vorliegt
  • Keine Heilversprechen gemacht werden

Die Marktplatzrichtlinien von Amazon, eBay oder Google Ads verbieten teils den Verkauf oder die Bewerbung – unabhängig von der nationalen Gesetzeslage.

Was droht bei Verstößen gegen die CBD-Gesetze?

Mögliche Konsequenzen:

  • Produktrückrufe durch Behörden (z. B. BVL, AGES)
  • Bußgelder und Unterlassungsklagen
  • Strafrechtliche Konsequenzen, wenn THC-Gehalt überschritten wird

Verbraucher:innen sind bei nicht deklarierten Produkten rechtlich nicht gefährdet, Händler:innen hingegen schon.

Ist CBD im Straßenverkehr erlaubt?

Ja, CBD ist grundsätzlich kein Problem beim Autofahren, da es nicht psychoaktiv wirkt. Allerdings:

  • CBD-Produkte mit Rest-THC können bei sensiblen Drogentests zu falsch-positiven Ergebnissen führen
  • Fahrer:innen sollten nur Produkte mit zertifizierten THC-Werten unter 0,2 % nutzen
  • Im Zweifel auf CBD-Isolate oder THC-freie Zäpfchen und Cremes zurückgreifen

Wird sich die Gesetzeslage in Zukunft ändern?

Ja, die Rechtslage befindet sich in Bewegung:

  • In Deutschland schreitet die Legalisierung von Cannabis voran – das könnte auch CBD stärken
  • Die EU arbeitet an einer zentralen Regelung zur Novel-Food-Zulassung
  • Der Trend geht zu mehr Transparenz, Standardisierung und Qualitätssicherung

Zukunftssichere CBD-Produkte setzen daher auf CE-Zertifizierung, Laboranalysen und klare Herkunftsnachweise – wie etwa CANNEFF® SUP.

Philip Schmiedhofer, MSc

Philip Schmiedhofer, MSc

Philip ist Geschäftsführer und Mitgründer der cannhelp GmbH. Mit einem Studium der Medizintechnik und Molekularbiologie, spezialisiert auf Neurowissenschaften und dem Fokus auf Cannabinoide, gilt er als anerkannter Experte für die Anwendung von Cannabinoiden in der Medizin. Als Medizinprodukteberater leitet er auch den Vertrieb von cannmedic und bietet spezialisierte Beratung für medizinische Fachkreise. Seine Expertise umfasst die Entwicklung und den Vertrieb von Cannabinoid-basierten Produkten. Im Bereich Forschung beteiligt er sich an bedeutender Grundlagenforschung am Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien. Als Mitgründer und aktueller Geschäftsführer der cannmedic GmbH, einem Vorreiter im CBD-Medizinproduktehandel, verfügt er über langjährige unternehmerische Erfahrung. Darüber hinaus unterhält er ein weitreichendes Netzwerk in der Branche und berät international agierende Unternehmen im Bereich medizinischer Cannabinoide.