CBD-Tampons: Risiken, fehlende Wirksamkeit und sichere Alternativen

CBD-Tampons werden zunehmend online beworben, doch medizinisch und regulatorisch ist ihre Anwendung klar problematisch. Tampons sind als Hygieneprodukte der niedrigsten Risikoklasse zugelassen und dürfen ausschließlich der Aufnahme von Menstruationsblut dienen. Sie sind weder dafür konzipiert noch rechtlich befugt, Wirkstoffe wie CBD freizusetzen oder therapeutische Effekte zu erzielen. Werden Tampons mit CBD-Öl getränkt oder industriell damit versehen, fallen sie rechtlich unter die Definition eines Medizinprodukts oder sogar eines Arzneimittels – inklusive strenger Anforderungen wie klinischen Studien, toxikologischen Bewertungen, Stabilitäts- und Stabilitätsnachweisen. Kein derzeit erhältlicher CBD-Tampon erfüllt diese Vorgaben, weshalb solche Produkte in der EU nicht verkehrsfähig sind. Auch technisch funktionieren CBD-Tampons nicht: Baumwolle absorbiert Öl statt es abzugeben, das vaginale Milieu wird gestört, Infektionen werden begünstigt und das TSS-Risiko kann steigen. Selbstgemachte Varianten bergen zusätzliche Gefahren durch fehlende Dosierungskontrolle, Reinheit und Sterilität. Als sichere, geprüfte Alternative stehen medizinische Zäpfchen wie CANNEFF® Vaginal- und Rektalzäpfchen zur Verfügung, die CBD und Hyaluronsäure kontrolliert freisetzen und die Schleimhautregeneration unterstützen.
Philip Schmiedhofer, MSc

Autor

Philip Schmiedhofer, MSc

Inhaltsverzeichnis

Sind CBD-Tampons zugelassen?

CBD-Tampons werden zunehmend online beworben – oft mit dem Versprechen, Menstruationsbeschwerden oder Unterleibsschmerzen auf natürliche Weise lindern zu können.

Warum können selbstgemachte CBD-Tampons nicht effektiv funktionieren?

Tampons bestehen überwiegend aus Baumwolle und sind dafür ausgelegt, Flüssigkeit zu aufsaugen, nicht abzugeben.

Warum selbstgemachte CBD-Tampons riskant sein können

Viele Anleitungen im Internet empfehlen, reguläre Tampons in CBD-Öl zu tränken.

Fazit: CBD-Tampons sind kein geeignetes, kein sicheres und kein legales Anwendungssystem

Während CBD-Tampons viel Aufmerksamkeit erzeugen, fehlen ihnen sowohl die technische Grundlage als auch die medizinische und rechtliche Validität.

Sind CBD-Tampons zugelassen?

CBD-Tampons werden zunehmend online beworben – oft mit dem Versprechen, Menstruationsbeschwerden oder Unterleibsschmerzen auf natürliche Weise lindern zu können. Doch obwohl das Konzept attraktiv klingt, zeigt die wissenschaftliche und medizinische Betrachtung ein klares Bild: Tampons sind kein geeignetes Trägersystem für die Freisetzung von CBD, und selbstgemachte Varianten können sogar gefährlich werden. Tampons sind rechtlich als Hygieneprodukte bzw. als Medizinprodukte der niedrigsten Risikoklasse eingestuft und dürfen ausschließlich zur Aufnahme von Menstruationsblut verwendet werden. Sie sind nicht dafür zugelassen, Wirkstoffe freizusetzen oder therapeutische Effekte zu haben. Würde ein Tampon CBD oder andere Substanzen abgeben, gälte er rechtlich sofort als Arzneimittel oder als höherklassiges Medizinprodukt, wofür strenge Anforderungen wie klinische Studien, toxikologische Prüfungen, Stabilitätsnachweise und eine behördliche Zulassung notwendig wären. Nach den Vorgaben der Schweizer MedDO sowie der EU-MDR 2017/745 fällt ein solches Produkt unter die Definition eines Medizinprodukts. Kein am Markt erhältlicher CBD-Tampon erfüllt diese Vorgaben, weshalb solche Produkte in der EU nicht verkehrsfähig sind. In Deutschland sind Medizinprodukte, die CBD enthalten, zusätzlich noch Rezept- und Apothekenpflichtig. Auch selbst hergestellte CBD-Tampons sind problematisch, da sie rechtlich als nicht zugelassene Arzneimittel oder Medizinprodukte gelten und damit ein erhebliches Gesundheits- und Haftungsrisiko darstellen. Die sichere und zulässige Alternative für die lokale Anwendung von CBD in der Scheide sind geprüfte Medizinprodukte wie CANNEFF® Vaginalzäpfchen, die CBD und Hyaluronsäure in einer kontrolliert freisetzenden Emulsionsmatrix bereitstellen.

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Warum können selbstgemachte CBD-Tampons nicht effektiv funktionieren?

Tampons bestehen überwiegend aus Baumwolle und sind dafür ausgelegt, Flüssigkeit zu aufsaugen, nicht abzugeben. Genau das macht sie zur denkbar ungeeigneten Form für die Wirkstoffabgabe

CBD-Öl wird vom Tampon absorbiert und nicht freigesetzt.

Ein Tampon besteht aus stark gepresster Baumwolle/Viscose. Diese Fasern sind dafür gemacht, Flüssigkeit aufzunehmen, nicht abzugeben. CBD-Öl wird von den Fasern gebunden, statt wieder abgegeben zu werden. Das CBD bleibt im Tampon und gelangt kaum auf die Vaginalschleimhaut.

 

Die Vagina ist ein wasserbasiertes Milieu – Öl wird schlecht aufgenommen

Die Vaginalschleimhaut ist feucht und hydrophil. CBD in Öl benötigt eine passende Emulsion, um in die Schleimhaut einzudringen. Öle sind für die Vaginalschleimhaut ungeeignet, weil sie das natürliche, empfindliche Milieu aus dem Gleichgewicht bringen. Die Vagina besitzt einen sauren pH-Wert und wird durch Laktobazillen geschützt – Öl kann diesen Schutzfilm stören, den pH-Wert anheben und damit Infektionen wie bakterielle Vaginose oder Pilzbefall begünstigen. Zudem bildet Öl auf der Schleimhaut einen dichten Film, der Wärme und Feuchtigkeit einschließt und Reizungen oder Entzündungen fördern kann. Auch die Schleimhaut selbst kann aufquellen, wodurch Mikrorisse entstehen, die wiederum Schmerzen und Infektionen erleichtern. Ein weiterer Nachteil: Öl zerstört Latex und macht Kondome porös. Da Öl außerdem keine kontrollierte Wirkstoffabgabe ermöglicht und die Verteilung auf der Schleimhaut ungleichmäßig ist, eignet es sich weder zur Behandlung noch zum Transport von CBD oder anderen Substanzen in der Vagina.

CBD Öl Tampon

Medizinprodukte wie Zäpfchen lösen dieses Problem

Hartfett in Vaginalzäpfchen wird oft mit normalen Ölen verwechselt, doch beide unterscheiden sich grundlegend. Während herkömmliche Öle wie Kokos-, Oliven- oder CBD-Öl das empfindliche Vaginalmilieu stören, Infektionen begünstigen und Wirkstoffe kaum kontrolliert freisetzen, ist Hartfett eine pharmazeutisch entwickelte Grundlage, die speziell für Schleimhäute geeignet ist. Diese medizinische Fettbasis ist pH-neutral, mikrobiologisch sicher und so formuliert, dass sie bei Körpertemperatur sanft schmilzt. Dadurch entsteht eine gleichmäßige, stabile Verteilung des Wirkstoffs auf der Schleimhaut, ohne das natürliche Gleichgewicht der Vagina zu beeinträchtigen. Genau deshalb können medizinische Zäpfchen – wie CANNEFF® mit CBD und Hyaluronsäure – ihre Inhaltsstoffe sicher, dosiert und effektiv freisetzen, während reines Öl in der Vagina weder wirkungsvoll noch sicher ist.

  • Die Bioverfügbarkeit ist im Vergleich zu medizinischen Zäpfchen sehr gering.
  • Es existieren keine klinischen Studien, die CBD-Tampons als wirksam belegen.
  • Damit fehlt sowohl die technische Grundlage als auch jegliche Evidenz für den behaupteten Effekt.

Warum selbstgemachte CBD-Tampons riskant sein können

Viele Anleitungen im Internet empfehlen, reguläre Tampons in CBD-Öl zu tränken. Aus medizinischer Sicht ist das problematisch:

  • Öl zerstört das vaginale Milieu und kann Infektionen begünstigen.
  • Erhöhtes Risiko einer Scheidenentzündung oder einer bakteriellen Fehlbesiedlung.
  • TSS-Risiko (Toxisches Schocksyndrom) steigt durch ölgetränkte Tampons.
  • Keine Kontrolle über Dosierung, Reinheit oder Sterilität.
  • Ölhaltige Substanzen können das Material von Kondomen schädigen.

Solche DIY-Methoden sind daher nicht empfehlenswert.

Für die vaginale oder rektale Anwendung von CBD existieren sichere, evidenzbasierte Formulierungen – etwa CANNEFF® Zäpfchen, die CBD und Hyaluronsäure in einer medizinisch geprüften Emulsion kombinieren.

Vorteile hochwertiger CBD-Zäpfchen:

  • Kontrollierte und konstante Wirkstofffreisetzung
  • Optimale Bioverfügbarkeit über die Schleimhaut
  • Sterile Herstellung und geprüfte Qualität
  • Zusätzliche Schleimhautregeneration durch Hyaluronsäure
  • Zugelassene Medizinprodukte, keine DIY-Lösung

Damit bieten Zäpfchen eine sichere, nicht-hormonelle und medizinisch sinnvolle Option, wenn CBD lokal eingesetzt werden soll – ganz ohne die Risiken der sogenannten CBD-Tampons.

Fazit: CBD-Tampons sind kein geeignetes, kein sicheres und kein legales Anwendungssystem

Während CBD-Tampons viel Aufmerksamkeit erzeugen, fehlen ihnen sowohl die technische Grundlage als auch die medizinische und rechtliche Validität. Selbstgemachte Varianten bergen sogar relevante Gesundheitsrisiken. CBD-haltige Vaginal- oder Rektalzäpfchen wie jene von CANNEFF® stellen hingegen eine sichere, geprüfte und wirksame Alternative dar, die die Vorteile von CBD und Hyaluronsäure gezielt an die Schleimhaut bringt.

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Philip Schmiedhofer, MSc

Philip Schmiedhofer, MSc

Philip ist Geschäftsführer und Mitgründer der cannhelp GmbH. Mit einem Studium der Medizintechnik und Molekularbiologie, spezialisiert auf Neurowissenschaften und dem Fokus auf Cannabinoide, gilt er als anerkannter Experte für die Anwendung von Cannabinoiden in der Medizin. Als Medizinprodukteberater leitet er auch den Vertrieb von cannmedic und bietet spezialisierte Beratung für medizinische Fachkreise. Seine Expertise umfasst die Entwicklung und den Vertrieb von Cannabinoid-basierten Produkten. Im Bereich Forschung beteiligt er sich an bedeutender Grundlagenforschung am Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien. Als Mitgründer und aktueller Geschäftsführer der cannmedic GmbH, einem Vorreiter im CBD-Medizinproduktehandel, verfügt er über langjährige unternehmerische Erfahrung. Darüber hinaus unterhält er ein weitreichendes Netzwerk in der Branche und berät international agierende Unternehmen im Bereich medizinischer Cannabinoide.